„Nach diesem schaute ich, und siehe, eine Tür war geöffnet im Himmel; und die erste Stimme, die ich gleich einer Posaune mit mir reden gehört hatte, sprach: Komm hier herauf, und ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen muss! Und sogleich war ich im Geist; und siehe, ein Thron stand im Himmel, und auf dem Thron saß einer. Und der darauf saß, war in seinem Aussehen einem Jaspis- und einem Sardisstein gleich; und ein Regenbogen war rings um den Thron, der glich in seinem Aussehen einem Smaragd.“
Offenbarung 4:1-3
In der Offenbarung Kapitel 3 sieht man die Christi Botschaft für sein Volk auf der Erde. Nun wechselt die Vision von Johannes von der Erde in den Himmel und konzentriert sich auf das, „was nach diesem geschehen soll“ Offenbarung 4:1 – auf die Zukunft. Wir unternehmen die Lebensreise mitten in den Gefahren der letzten Tage. Wir müssen vorsichtig auf jeden Schritt achten und sicher sein, dass wir unserem großen Führer folgen. Skepsis, Untreue, Ausschweifungen und Kriminalität gibt es überall. Es wäre ein Leichtes, den Zügeln der Selbstbeherrschung freien Lauf zu lassen und über den Abgrund in die sichere Zerstörung zu stürzen. Die unendliche Liebe hat einen Weg aufgezeigt, auf dem die Erkauften des Herrn von der Erde zum Himmel gelangen. Dieser Weg ist der Sohn Gottes.
Engel, als Führer gesandt, korrigieren unsere irrenden Füsse. Des Himmels herrliche Leiter wurde auf den Weg eines jeden Menschen herabgelassen, um den Weg zum Bösen und Törichten zu versperren. Doch der unendlich Weise zwingt niemanden, des Himmels kostbarstes Geschenk anzunehmen; zwingt niemanden, den Weg zu gehen, dessen Errichtung so viel gekostet hat. Jedem wird erlaubt für sich selbst zu wählen: den schmalen, leuchtenden und steilen Weg, der zum Himmel führt, oder diesen breiten und einfacheren Weg der im Tod endet. Gott redet zu uns durch sein Wort. Darin offenbart sich noch klarer sein Wesen, sein Handeln an uns Menschen, sein großes Erlösungswerk.
Jesus sagt von der Schrift des Alten Bundes wieviel mehr gilt dasselbe von der des Neuen: „Sie ist's, die von mir zeuget“, von ihm, dem Erlöser, in dem sich alle unsere Hoffnungen auf ein ewiges Leben vereinigen. Johannes 5:39. Ja, die ganze Heilige Schrift redet von Christus. Von dem ersten Bericht der Schöpfung an, dass ohne Christus „ist nichts gemacht, was gemacht ist“ Johannes 1:3, bis zu der Schlußverheißung „Siehe, ich komme bald“ Offenbarung 22:12 lesen wir von seinen Werken und hören ihm zu. Wenn ihr den Heiland Jesus Christus kennenlernen wollt, dann forscht in der Heiligen Schrift!
Die nächste 7er-Reihe in der Offenbarung „die sieben Siegel“ beginnen ebenfalls mit einer Heiligtumsszene. Dabei hört Johannes wieder dieselbe Stimme wie in Offenbarung 1:10. Der auf dem Thron sitzt ist Gott Vater, da in Offenbarung 5:6 zusätzlich noch Jesus Christus erwähnt wird, wie er zwischen dem Thron und den Ältesten steht. Den Thron sah auch Jesaja in Jesaja 66:1. Johannes versucht an dieser Stelle mit irdischen Mitteln die Schönheit Gottes zu beschreiben. Der Regenbogen, ein Zeichen der Gnade, nach der Sintflut von Gott in den Himmel gesetzt, ist ein Zeichen dafür, dass Gott die Welt nie wieder durch eine Flut richten wird 1. Mose 7:13-14. Der Regenbogen ist auch ein ewiges Zeichen, dass „Gott die Welt also geliebt hat, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ Johannes 3:16. Er bezeugt dem Universum, dass Gott sein Volk in seinem Kampf mit dem Bösen nie im Stich lassen wird. Es ist für uns eine Zusicherung der Kraft und des Schutzes, die so lange gilt, wie der Thron selbst bestehen bleibt. Der Regenbogen ist eine Zusicherung für jede demütige, zerknirschte, gläubige Seele, dass ihr Leben eins mit Christus und Christus eins mit Gott ist. Der Zorn Gottes wird auf keine einzige Seele fallen, die Schutz in ihm sucht.
„Und rings um den Thron waren 24 Throne, und auf den Thronen sah ich 24 Älteste sitzen, die mit weißen Kleidern bekleidet waren und auf ihren Häuptern goldene Kronen hatten.“
Offenbarung 4:4
Während die Bibel nicht genau erklärt, wer diese 24 Ältesten sind, können wir doch versuchen, eine Auslegung zu machen. Die 24 Ältesten tragen weiße Kleider und goldene Kronen. Ein weißes Kleid ist in der Regel ein Symbol dafür, dass jemand durch das Opfer Jesu durch Bekennen seiner Schuld von seinen Sünden reingewaschen wurde Offenbarung 3:5. Die Kronen stellen nach Offenbarung 2:10 vermutlich Siegeskronen dar, das heißt sie haben durch Jesus überwunden. Interessant ist auch, dass diese 24 Ältesten erwähnt werden, bevor Jesus das Buch mit den sieben Siegeln öffnet Offenbarung 5:1. Wie wir in Offenbarung 6 sehen werden, stellen die sieben Siegel sieben Abschnitte in der Geschichte des Volkes Gottes in der Zeit von Jesu Himmelfahrt bis zu seiner Wiederkunft dar. Daher müssen diese 24 Ältesten zeitlich gesehen schon vor der Wiederkunft Jesu vor dem Thron Gottes sein. Nach Matthäus 27:52-53 sind bei der Auferstehung Jesu ebenfalls etliche aus den Gräbern auferstanden. Von daher könnten die 24 Ältesten Menschen sein, die bei der Auferstehung Jesu mit auferstanden sind und seitdem als Priester vor Gott dienen. Zum Beispiel Mose, Jesaja, Jeremia, Elia und alle anderen Propheten. Wir sollten uns jedoch nicht darauf festlegen, nur der Herr kennt die Antwort. Nach Hebräer 8:5 war der Tempel in Jerusalem ein Abbild des himmlischen Tempels. In 1. Chronik 24:4-5 können wir nachlesen, dass aus Aarons Nachkommen ebenfalls 24 Priester zum Dienst am Heiligtum zugeordnet wurden.
Hinfort können die Nachfolger Christi auf Satan als auf einen überwundenen Feind blicken. Jesus hat am Kreuz den Sieg für sie gewonnen und er wünscht, dass sie diesen Sieg als ihren eigenen annehmen. „Sehet,“ sagt er, „ich habe euch Macht gegeben, zu treten auf Schlangen und Skorpione, und über alle Gewalt des Feindes; und nichts wird euch schaden.“ Lukas 10:19. Die allmächtige Kraft des heiligen Geistes ist für jede niedergeschlagene Seele eine Verteidigung. Christus wird nicht zulassen, dass eine Seele, die in Reue und Glauben seinen Schutz beansprucht, unter die Macht des Feindes gerate. Es ist wohl wahr, dass Satan viel Gewalt besitzt; aber Gott sei Dank, wir haben einen mächtigeren Heiland, welcher den Satan aus dem Himmel verstoßen hat. Dem Satan gefällt es, wenn wir seine Macht verherrlichen. Warum nicht von Jesus reden? Warum nicht seine Macht und seine Liebe verherrlichen?
„Und von dem Thron gingen Blitze und Donner und Stimmen aus, und sieben Feuerfackeln brennen vor dem Thron, welche die sieben Geister Gottes sind. Und vor dem Thron war ein gläsernes Meer, gleich Kristall; und in der Mitte des Thrones und rings um den Thron waren vier lebendige Wesen, voller Augen vorn und hinten. Und das erste lebendige Wesen glich einem Löwen, das zweite lebendige Wesen glich einem jungen Stier, das dritte lebendige Wesen hatte ein Angesicht wie ein Mensch, und das vierte lebendige Wesen glich einem fliegenden Adler. Und jedes einzelne von den vier lebendigen Wesen hatte sechs Flügel; ringsherum und inwendig waren sie voller Augen, und unaufhörlich rufen sie bei Tag und bei Nacht: Heilig, heilig, heilig ist der Herr, Gott der Allmächtige, der war und der ist und der kommt!“
Offenbarung 4:5-8
Blitze, Stimmen und Donner sind Elemente, die sich durch die Heiligtumsszenen in der Offenbarung ziehen zum Beispiel Offenbarung 8:5. Die vier himmlischen Gestalten ähneln sehr der Beschreibung der Cherubim(Thronengel) in Hesekiel 1:4-14 und Hesekiel 10. Allerdings haben diese Cherubim(=mächtig, groß und stark) nur vier Flügel, während die vier Gestalten hier sechs Flügel haben. In Jesaja 6:1-3 finden wir eine weitere Beschreibung von Thronengeln, man nennt sie hier Seraphim. Einzeln, sagt man Seraph und in der Mehrzahl Seraphim. Wir können folglich davon ausgehen, dass es sich bei den vier Gestalten um Seraphim(=strahlend, feurig, glänzend) handelt, die eine besondere Rolle bei den Siegeln, den Posaunen und den Plagen spielen. Das tierische Aussehen der Seraphim soll sicherlich deren Eigenschaften deutlich machen: „Löwe = Würde, Macht und Gefahr“, „Stier = Stärke und Ausdauer“, „Mensch = Intelligenz und Weisheit“ und „Adler = Schnelligkeit, Umsicht und Übersicht“.
„Und jedes Mal, wenn die lebendigen Wesen Herrlichkeit und Ehre und Dank darbringen dem, der auf dem Thron sitzt, der lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, so fallen die 24 Ältesten nieder vor dem, der auf dem Thron sitzt, und beten den an, der lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit; und sie werfen ihre Kronen vor dem Thron nieder und sprechen: Würdig bist du, o Herr, zu empfangen den Ruhm und die Ehre und die Macht; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen sind sie und wurden sie geschaffen!“
Offenbarung 4:9-11
Die Bibel betont an mehreren Stellen, dass wir Menschen nicht aus Zufall entstanden sind, sondern dass wir von einem liebenden Gott erschaffen wurden. Aus diesem Grund gebietet uns Gott auch im 4. Gebot den Sabbat zu heiligen. Er ist ein Gedenktag an die Schöpfung und schafft Raum zur Anbetung Gottes. Für dieses Werk der Schöpfung gebührt Gott Preis und Ehre. Aus demselben Grund beten auch die im Himmel ihren Schöpfer an. Der 7. Tag ist laut Bibel nicht der Sonntag. Viele Kirchen halten den Sonntag als Ruhetag und rechtfertigen dies damit, dass Jesus am 1. Tag der Woche auferstanden ist. Doch dies gebietet uns die Bibel nicht, sondern wir sollen am Sabbat der Schöpfung gedenken 2. Mose 20:8-11. Diese heiligen Wesen sangen zum Lob und zur Verherrlichung Gottes mit von der Sünde unbefleckten Lippen. Der Kontrast zwischen dem schwachen Lob für den Schöpfer, an das auch Jesaja sich gewöhnt hatte und dem innigen Lob der Seraphim erstaunte und demütigte den Propheten. Die Seraphim vor dem Thron sind so voller ehrfürchtigem Staunen beim Betrachten der Herrlichkeit Gottes, dass sie keinen einzigen Augenblick selbstgefällig auf sich schauen noch sich selber oder andere bewundern. Ihr Loben und Preisen gilt dem Herrn der Heerscharen. Sie sind ganz erfüllt mit Gott loben und in seiner Gegenwart, unter seinem wohlwollenden Lächeln, zu verweilen, ist ihr einziger Wunsch. Im Tragen seines Bildes, im Ausüben seines Dienstes und in seiner Anbetung sind ihre höchsten Ambitionen vollständig erfüllt. Diese heiligen Wesen sangen das Lob und den Preis Gottes. Die krönende Herrlichkeit von Christi Eigenschaften ist seine Heiligkeit. Die Engel beugen sich in Anbetung vor ihm und rufen: „... Heilig, heilig, heilig, ist Gott der Herr, der Allmächtige...“ Offenbarung 4:8. Er wird als herrlich in seiner Heiligkeit beschrieben. Studiere den Charakter Gottes. Durch das Betrachten von Christus, indem du ihn im Glauben und Gebet suchst, kannst du ihm ähnlich werden.
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