„Dem Engel der Gemeinde von Ephesus schreibe: Das sagt, der die sieben Sterne in seiner Rechten hält, der inmitten der sieben goldenen Leuchter wandelt: Ich kenne deine Werke und deine Bemühung und dein standhaftes Ausharren, und dass du die Bösen nicht ertragen kannst; und du hast die geprüft, die behaupten, sie seien Apostel und sind es nicht, und hast sie als Lügner erkannt; und du hast [Schweres] ertragen und hast standhaftes Ausharren, und um meines Namens willen hast du gearbeitet und bist nicht müde geworden.“
Offenbarung 2:1-3
Offenbarung Kapitel 2 und 3 erwähnt sieben Gemeinden. Diese Gemeinden existierten zur damaligen Zeit. Heute kann man in der Türkei allerdings nur noch Ruinen davon besichtigen. Von daher stellt sich jetzt natürlich die Frage, wie diese Verse auszulegen sind. In Offenbarung 1:1 steht, dass die Offenbarung von Jesus gegeben wurde, um uns zu zeigen, was in Kürze geschehen soll. Daraus können wir ableiten, dass die Offenbarung auf keinen Fall nur eine Beschreibung der damaligen Zustände ist. Auch geht es in Offenbarung 3:3,11,20 um die Wiederkunft Jesu, was ebenfalls auf eine zeitliche Dynamik hindeutet. Deshalb können wir davon ausgehen, dass die sieben Gemeinden als sieben geschichtliche Epochen der Gemeinde Jesu auszulegen sind. Im weiteren Verlauf des Textes kann man noch mehr Hinweise finden, die auf eine geschichtliche Deutung hinweisen. Der erste Brief ging an die Gemeinde Ephesus(= die Erste oder die Wünschenswerte). Wie wir in Offenbarung 1:16 gesehen haben, stehen die Engel der Gemeinden für die Boten, Lehrer oder Gemeindevorsteher, d.h. für diejenigen, die Botschaften an eine Gemeinde weitergeben. Die Leuchter stehen nach Offenbarung 1:20 für die Gemeinden selbst. Vers 1 sagt nun, dass die erste Botschaft von dem kommt, der die sieben Sterne in seiner Rechten hält. Nach Offenbarung 1:10-16 ein eindeutiger Hinweis auf Jesus. Wichtig an dieser Stelle ist, alle sieben Sendschreiben an die Gemeinden beginnen immer mit einer Darstellung von Jesus, so wie er in der Offenbarung beschrieben ist, und seiner Zusicherung, die Gemeinde genau zu kennen. Die Gemeinde Ephesus ertrug nicht das Böse und prüfte die falschen Apostel. Apostel aber sind Jünger, die Jesus selbst erwählt hatte. Da gibt es die zwölf Apostel, die Jesus 3,5 Jahre begleiteten durften. Und auch den Apostel Paulus, den Jesus selbst als Werkzeug auserwählt hatte, um die frohe Botschaft von der Erlösung durch Jesus zu den Heiden zu bringen. Die Erwähnung der falschen Apostel ist ein Hinweis, dass wir uns hier ganz am Anfang der christlichen Gemeinde befinden, in der die Apostel noch gelebt haben. Sehr wahrscheinlich wurden damals durch selbsternannte Apostel Briefe an Gemeinden geschrieben, die nicht mit der Schrift übereinstimmten. Die Entstehung des Thomas-Evangelium, Didache, Barnabasbrief, oder auch das Kindheitsevangelium nach Thomas dürfte in diese Zeit fallen. Schon von Anfang an versuchte Satan, die christliche Gemeinde durch Irrlehren zum Abfall zu verführen. Die weiteren Sendschreiben zeigen, wie erfolgreich Satan damit war. Damit stellt die Gemeinde Ephesus symbolisch die Gemeinde Jesu im 1. Jahrhundert nach Christus dar.
„Aber ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast. Bedenke nun, wovon du gefallen bist, und tue Buße und tue die ersten Werke! Sonst komme ich rasch über dich und werde deinen Leuchter von seiner Stelle wegstoßen, wenn du nicht Buße tust!“
Offenbarung 2:4-5
Mit der ersten Liebe kann eigentlich nur die Liebe zu Jesu gemeint sein. Er, der uns Menschen so liebt, dass er bereit war, sich selbst am Kreuz für uns zu opfern. Er starb, damit wir leben können. Diese Liebe, wurde in der 1. Gemeinde nicht mehr offenbar. Sie vernachlässigten es, Christi mitfühlende Liebe und Zärtlichkeit zu pflegen. Jesus musste ihnen notwendigerweise zeigen, dass sie ihr ein und alles vernachlässigt hatten. Die Liebe, die den Erlöser drang, für uns zu sterben, wurde in ihrem Leben nicht in aller Fülle offenbar. Jesus bezeichnet diesen Zustand sogar als geistlichen Abfall. Deshalb fordert Gott von uns Menschen, dass wir umkehren und uns wieder dem zuwenden, der sich für uns hergegeben hat.
„Aber dieses hast du, dass du die Werke der Nikolaiten hasst, die auch ich hasse.“
Offenbarung 2:6
Was sind die Nikolaiten und was lehren sie? Die Nikolaiten waren eine Gruppe von Irrlehrern, die in den Gemeinden von Ephesus und Pergamon Anhänger besaßen. Sie hielten Götzenopfer und Hurerei für erlaubt und lehrten, dass die Erlösung allein Sache geistiger Erkenntnis sei „Gnostiker“. Die rechte Erkenntnis mache schon vollkommen. Damit wurden Gehorsam, Wandel und Heiligung überflüssig. Sie lehrten, dass Jesus nicht Gott sei und dass die Seele gut und der Leib schlecht sei. Die Bibel hingegen lehrt, dass alle Menschen Sünder sind Römer 3:23 und alle einen Erlöser brauchen „Jesus“.
In der Offenbarung 2:15 werden ebenfalls die Nikolaiten erwähnt, allerdings befindet sich Offenbarung 2:15 in einer anderen Zeit, zu Zeiten der Gemeinde Pergamus. Es wird in der Bewegung der Nikolaiten ein Nikolaus vermutet. Könnte es um Nikolaus aus Antiochien handeln der in der Apostelgeschichte 6:5 erwähnt wird? Man könnte es annehmen, dass dieser Nikolaus der Urgründer der Nikolaiten ist. Jedoch dabei zu prüfen bleibt ob der Heilige Sankt Nikolaus auch zu den Nikolaiten gehört. Dazu komme ich aber später.
„Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem will ich zu essen geben von dem Baum des Lebens, der in der Mitte des Paradieses Gottes ist.“
Offenbarung 2:7
Wer sich an das hält, was die Bibel lehrt, wer daran glaubt, dass Jesus für seine Sünden gestorben ist, wer umkehrt und das Böse meidet und wer eine enge Beziehung zu Jesus hat, der wird einst mit Jesus im Paradies sein.
„Und dem Engel der Gemeinde von Smyrna schreibe: Das sagt der Erste und der Letzte, der tot war und lebendig geworden ist: Ich kenne deine Werke und deine Drangsal und deine Armut — du bist aber reich! — und die Lästerung von denen, die sagen, sie seien Juden und sind es nicht, sondern eine Synagoge des Satans.“
Offenbarung 2:8-9
Der zweite Brief ging an die Gemeinde in Smyrna(=Myrrhe oder süßer Duft). Diese Gemeinde symbolisiert die Zeit der Märtyrer und der Christenverfolgung von 100 nach Christus bis ca. 325 nach Christus. Dies war eine Periode furchtbarer Verfolgungen. Das Römische Reich betrachtete das Christentum als illegal und versuchte es auszurotten. Tausende starben den Märtyrertod. Sie wurden selbst von denen verspottet, die vorgaben, gläubig zu sein. Aber in Wahrheit dienten sie der Sache Satans.
„Fürchte nichts von dem, was du erleiden wirst! Siehe, der Teufel wird etliche von euch ins Gefängnis werfen, damit ihr geprüft werdet, und ihr werdet Drangsal haben zehn Tage lang. Sei getreu bis in den Tod, so werde ich dir die Krone des Lebens geben!“
Offenbarung 2:10
Die Gemeinde in Smyrna damals sollte sich nicht vor dem fürchten, was sie zu leiden hatte. Jesus war bei ihnen! Sie waren treu bis zu ihrem Tod. Selbst von den Scheiterhaufen stiegen noch Triumphgesänge zum Himmel empor. Die Christen lebten damals nach folgendem Grundsatz: „andere aber ließen sich martern und nahmen die Befreiung nicht an, um eine bessere Auferstehung zu erlangen;“
Hebräer 11:35. Die zehn Tage in Offenbarung 2:10 stellen nach dem Jahr-Tag-Prinzip zehn Jahre dar. Dies dürfte wohl der Zeitraum gewesen sein, bei dem unter Kaiser Diokletian von 302 nach Christus bis 312 nach Christus die Christen extrem verfolgt wurden.
„Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem wird kein Leid geschehen von dem zweiten Tod.“
Offenbarung 2:11
Wer darauf vertraut, dass Jesus ihn retten wird, der wird nicht den zweiten Tod sterben. In Offenbarung 20 wird der zweite Tod ausführlich behandelt.
„Und dem Engel der Gemeinde in Pergamus schreibe: Das sagt, der das scharfe zweischneidige Schwert hat: Ich kenne deine Werke und [weiß,] wo du wohnst: da, wo der Thron des Satans ist, und dass du an meinem Namen festhältst und den Glauben an mich nicht verleugnet hast, auch in den Tagen, in denen Antipas mein treuer Zeuge war, der bei euch getötet wurde, da, wo der Satan wohnt.“
Offenbarung 2:12-13
Der dritte Brief ging an die Gemeinde in Pergamon(=Höhe, Macht oder Erhöhung). Diese Gemeinde symbolisiert die Zeit von 312 nach Christus bis ca. 538 nach Christus. Trotz vielfacher Morde an Christen wurde der christliche Glaube nicht weniger. Ganz im Gegenteil. Während ein Christ auf dem Scheiterhaufen starb, standen zwei oder mehr Menschen auf, die ihr Leben Jesus übergaben. Die Bedrängnis brachte die Jünger Jesu noch enger zu ihrem Herrn. Da Satan sah, dass er die Christenheit mit Hilfe des heidnischen Roms nicht vernichten konnte, änderte er seine Strategie. Er fing nun an, die Christenheit zu verführen. Dies ist die Zeit der Staatskirche im Römischen Reich. Kaiser Konstantin bekehrte sich angeblich zum Christentum und ließ sich und seine gesamte Armee taufen. Viele Christen freuten sich darüber, dass sie nun nicht mehr verfolgt wurden. Aber dadurch war dem heidnischen Einfluss Tür und Tor geöffnet. Der Thron Satans ist in erster Hinsicht die Erde. Satan wird ja auch als „Fürst dieser Welt“ bezeichnet „Ich werde nicht mehr viel mit euch reden; denn es kommt der Fürst dieser Welt, und in mir hat er nichts.“
Johannes 14:30. Doch in der Zeit von 312 bis 538 nach Christus hat auch der Papst, drei Könige „Ostgoten, Vandalen und Heruler“ gestürzt und somit Rom zum Fall gebracht.
Der Thron des Satans ist nicht nur diese Erde, er ist auch dieser Ort einer der sieben Hügel, der Ort wo „Diva Angerona“ die römische Göttin im Satanistischen Janustempel war. In der Gemeinde Pergamon, der heutigen Stadt der Türkei war der Pergamon-Altar, der zum Vatikan zum Janustempel wanderte. Diva Angerona wurde aufgebaut um das Evangelium zu blockieren, „die Nationen zu vereinen und in Trunkenheit zu bringen mit ihren Babylonischen Wein“. Der Thron des Satans in Pergamon wurde durch Attalos III 133 vor Christus an Rom vererbt, dort nutzte man das Erbe aber nicht von Beginn an. Zwischen 313 und 538 nach Christus hat Kaiser Gratian im Jahre 378 sich geweigert den Titel des Pontifex Maximus zu übernehmen. Bis ihn sich der Bischof von Rom angeeignet hat, mit sämtlicher Bekleidung wie Fischhut, Talar, den Hirtenstab und den zwei Schlüssel des Gottes „Janus“. Erst im Jahre 431 nach Christus hat man behauptet, dass die Schlüssel von Petrus seien. Eine Lüge, denn Jesus hat nie davon erwähnt dass Petrus irgendwelche Schlüssel zu einem Thron vererben wird. Im Vatikan, wo durch Attalos III der Thron des Satans, von Pergamon an Rom vererbt wurde. Damit wurde Pergamon zum Janustempel und dieser wiederum wurde durch den Petersdom ersetzt. Seit 440 nennt man den Pontifex Maximus auch Papst. Der Pontifex Maximus ist der 8. König von Rom.
„Aber ich habe ein weniges gegen dich, dass du dort solche hast, die an der Lehre Bileams festhalten, der den Balak lehrte, einen Anstoß [zur Sünde] vor die Kinder Israels zu legen, sodass sie Götzenopfer aßen und Unzucht trieben. So hast auch du solche, die an der Lehre der Nikolaiten festhalten, was ich hasse.“
Offenbarung 2:14-15
Bileam wusste, dass Israels Wohlergehen von seinem Gehorsam gegenüber Gott abhing. Er wusste, dass das Volk nicht zu überwinden war, solange es Gott treu war. Die einzige Möglichkeit bestand darin, das Volk zur Sünde zu verleiten 4. Mose Kapitel 22 bis Kapitel 24. „Bileam lehrte Balak, dass die Israeliten zum essen von Opferfleisch verführt werden sollten, das für die Götzen war. Eine Messe mit den Oblaten-Gott findet hier statt, und zu sexueller Zügellosigkeit wurde man auch verführt um die Israeliten zu Fall zu bringen“. Weihnachten 25.12. der Geburtstag des Päpstlichen Oblaten-Gott. Wer ist der Oblate-Gott?
In Offenbarung 2:15 wird erwähnt, dass es auch Anhänger der Nikolaiten in der Gemeinde gibt. Nikolaiten waren früher in Griechenland sehr angesehene Menschen, als der Thron von Pergamon nach Rom wanderte. Diese Nikolaiten könnte die „Familie Nikolaus“ sein. Laut Schriften, wurde Nikolaus im Jahre 270 oder 286 in Patara geboren, ebenfalls früher eine Stadt in Griechenland, heute Türkei wie Pergamon auch heute zur Türkei gehört. Mit 19 Jahren wurde er durch seinen Onkel Nikolaus, dem Bischof von Myra zum Priester geweiht. Nachdem Kaiser Konstantin mit dem Konzil von Mailand, „den Sonntag festlegte“ nahm im Jahre 325 auch Nikolaus am Konzil von Nicäa durch Kaiser Konstantin Teil. Nikolaus soll am 06.12. im Jahre 326, 345, 351 oder 365 gestorben sein. Merkwürdig die Römer halten doch sonst alles fest, war Nikolaus für die Römer doch so unwichtig?! Sein Gedenktag der 06.12. wurde im gesamten Heidentum mit zahlreiche Volksbräuche eingerichtet.
Nikolaus war im 4. Jahrhundert als Bischof von Myra in der kleinasiatischen Region Lykien, damals ein Teil des römischen Reichs, heute Türkei. Im Jahre 336, wurde der 25.12. als Kirchlicher Feiertag festgelegt, durch Kaiser Konstantin. Durch seine Lehre, von Kaiser Konstantin den heidnischen Papst, römischen Kaiser und Pontifex Maximus, der auch den Sabbat, „den Tag des Herrn“ 2. Mose 20:8-11 durch den Sonntag, „den Tag des Sonnengottes“ im Jahre 313 ersetzt hat. Der Oblate-Gott ist „Dies Natalis Solis Invicti“ der Sonntag und Weihnachten sind Feiertage zu ehren der unbesiegbaren Sonne.
Nachdem Satan die Christen durch Verfolgung nicht überwinden konnte, versuchte er es durch Verführung. So wie damals die heidnischen Bräuche vom Volk Israel angenommen wurden, so drangen heidnische Bräuche durch die Staatskirche in das Christentum ein. Viele Christen schlossen sich damals der römischen Staatskirche an, um der Verfolgung zu entkommen. Einige nahmen auch die „gnostische Lehre“ an die besagt, dass man durch Erkenntnis erlöst wird „Lehre der Nikolaiten“ Offenbarung 2:6. Etliche aber hielten an der reinen Lehre der Bibel fest und wurden dadurch sogar von den einstigen Nachfolgern Jesu verfolgt, als sich diese der römischen Staatskirche anschlossen. Sie konnten es nicht ertragen, dass einige Christen immer noch an den Geboten Gottes fest hielten, da sie den Geboten den Rücken zugewandt hatten.
Satan hat der katholischen Kirche die Macht verliehen Offenbarung 2:13. Daraus können wir lernen, dass die Freundschaft mit Gottlosen(=von Gott losgelöst, ohne Gott) oft gefährlicher ist, als ihre Feindschaft. Es ist immer schwierig, Freundschaft mit Gottlosen zu haben ohne dabei ihre Gewohnheiten teilweise anzunehmen.
„Tue Buße! Sonst komme ich rasch über dich und werde gegen sie Krieg führen mit dem Schwert meines Mundes.“
Offenbarung 2:16
Buße heißt umkehren. Gott erwartet von uns, dass wir umkehren und den richtigen Weg einschlagen. Wer beharrlich auf dem falschen Wege bleiben will, wer die Bibel als Wahrheit Gottes verwirft und nicht umkehrt, der wird am Ende ganz sicher verloren gehen.
„Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem werde ich von dem verborgenen Manna zu essen geben; und ich werde ihm einen weißen Stein geben und auf dem Stein geschrieben einen neuen Namen, den niemand kennt außer dem, der ihn empfängt.“
Offenbarung 2:17
So wie Jakob damals einen neuen Namen bekam und zu Israel umbenannt wurde, so werden alle einen neuen Namen im Himmel haben, die diese Welt überwinden.
„Und dem Engel der Gemeinde in Thyatira schreibe: Das sagt der Sohn Gottes, der Augen hat wie eine Feuerflamme und dessen Füße schimmerndem Erz gleichen: Ich kenne deine Werke und deine Liebe und deinen Dienst und deinen Glauben und dein standhaftes Ausharren, und [ich weiß], dass deine letzten Werke mehr sind als die ersten.“
Offenbarung 2:18-19
Der vierte Brief ging an die Gemeinde in Thyatira(=süßer Geschmack oder Arbeit). Diese Gemeinde symbolisiert die Zeit von 538 nach Christus bis ca. 1517 nach Christus. Es war die Zeit des finsteren Mittelalters. In dieser Zeit, wurden die Christen vom Papst verfolgt und getötet. Die Zeit der Papstkirche bis zum Beginn der Reformation. Selbst in dieser Zeit, in der die Inquisition des Papsttums ihr Unwesen trieb, gab es dennoch viele Menschen, die an der reinen Lehre der Bibel festhielten. Diese Menschen predigten in Wäldern und Schluchten und verkündigten das Evangelium von Haus zu Haus. Immer mussten sie dabei auf der Hut vor der Kirche sein. Selbst die Gegner der Gläubigen mussten damals bekennen, dass viele unter ihnen das ganze Neue Testament und große Teile des alten Testaments auswendig wussten. Interessant ist sicherlich auch zu wissen, dass die Inquisition heute noch immer exisitiert. Sie hat nur einen anderen Namen: Glaubenskongegration.
„Aber ich habe ein weniges gegen dich, dass du es zulässt, dass die Frau Isebel, die sich eine Prophetin nennt, meine Knechte lehrt und verführt, Unzucht zu treiben und Götzenopfer zu essen. Und ich gab ihr Zeit, Buße zu tun von ihrer Unzucht, und sie hat nicht Buße getan. Siehe, ich werfe sie auf ein [Kranken-] Bett und die, welche mit ihr ehebrechen, in große Drangsal, wenn sie nicht Buße tun über ihre Werke. Und ihre Kinder will ich mit dem Tod schlagen; und alle Gemeinden werden erkennen, dass ich es bin, der Nieren und Herzen erforscht. Und ich werde jedem Einzelnen von euch geben nach seinen Werken.“
Offenbarung 2:20-23
Jesus tadelt die Gemeinde, dass sie Isebel duldet. Isebel war die heidnische Frau Ahabs 1. Könige Kapitel 16 bis Kapitel 25. Sie hasste und verfolgte die Gemeinde Gottes und seine Propheten, um sie auszurotten. Sie brachte 850 heidnische Priester ins Land und setzte mit Hilfe der Staatsgewalt ihre Religion durch. Sie verführte die Menschen mit falschen Lehren. Zu der damaligen Zeit muss es wohl genauso gewesen sein. Unter den Gläubigen gab es auch Menschen, die obwohl sie falsche Dinge lehrten, geduldet wurden. Doch Gott übersieht nichts. So wie einst Isebel das Strafgericht Gottes an ihrem eigenen Leib erfuhr, so wird Gott jeden strafen, der falsche Dinge lehrt. Gott verabscheut nichts mehr, als Gleichgültigkeit und Neutralität. Wenn es unter Gottes Volk solche gibt, die falsche Dinge lehren, so dürfen wir nicht schweigen und einfach solche Leute dulden. Sollten wir aus Furcht schweigen, wir könnten ihre Gefühle verletzen? Zu glauben, das Böse dürfe nicht verurteilt werden, weil es diejenigen verurteilen würde, die es verüben, bedeutet, für den Irrtum zu wirken. Wenn in der Offenbarung von einer Frau, erzählt wird, dann ist hier die Rede von einer Kirche. Isebel wird mit „Hurerei“ verglichen. Mit der Hurerei wurde die Religion gegründet. Es wurde die christliche Lehre und die Lehre des Paganismus, auch Heidentum gelehrt. Weil Rom war ein heidnisches Imperium und kein christliches.
„Euch aber sage ich, und den Übrigen in Thyatira, all denen, die diese Lehre nicht haben und die nicht die Tiefen des Satans erkannt haben, wie sie sagen: Ich will keine weitere Last auf euch legen; doch was ihr habt, das haltet fest, bis ich komme!“
Offenbarung 2:24-25
Den übrigen, welche sich nicht zur falschen Lehre verleiten ließen und deshalb von den Anhängern der falschen Lehre beschuldigt wurden, die Tiefen Satans nicht erkannt zu haben, will Jesus keine andere Last auferlegen, als die der Verfolgung zur damaligen Zeit. Die falschen Lehrer behaupteten, die Dinge, die sie erkannt haben, seien tiefe Dinge. Doch bei aller Erkenntnis muss man unterscheiden, was von Gott und was von Satan kommt. Die Bibel berichtet nicht nur von gottseligen Geheimnissen, sondern auch von dem Geheimnis der Bosheit.
„Und wer überwindet und meine Werke bis ans Ende bewahrt, dem werde ich Vollmacht geben über die Heidenvölker, und er wird sie mit einem eisernen Stab weiden, wie man irdene Gefäße zerschlägt, wie auch ich es von meinem Vater empfangen habe; und ich werde ihm den Morgenstern geben. Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!“
Offenbarung 2:26-29
Wenn auch die Gläubigen durch die Gottlosen und Heiden verfolgt wurden, so dürfen sie doch wissen, dass sie eines Tages über die Heiden herrschen werden. Dies ist ein Hinweis darauf, dass die Gläubigen im tausendjährigen Reich die Heiden richten werden Offenbarung 20:4. In dieser Zeit werden die Erlösten gemeinsam mit Jesus das Urteil über die Gottlosen und über Satan und seine Engel fällen.
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